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| Pressemitteilung Stadt Aschersleben |
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Stadt Aschersleben möchte weiter Vorreiterin in der Bildung sein: Deutschlandweit einmaliges Projekt zur Schaffung von Qualitätsstandards in Kitas geht in neue Phase
„Eine kleine Revolution“ nennt Prof. Ursula Rabe-Kleberg jenen Prozess, der in der Stadt Aschersleben vor einem Jahr begonnen hat.
„Ich kenne deutschlandweit kein vergleichbares Projekt. Es ist das erste Mal, dass in einer Stadt ein solcher Prozess in Gang gekommen ist“, ergänzt die wissenschaftliche Leiterin des Hallenser Instituts bildung: elementar, welches das Projekt im Auftrag der Stadt Aschersleben federführend betreut. „Aber ich will nicht verschweigen, dass es auch ein schwieriger Prozess war, besonders in der Anfangsphase“, gibt die Pädagogin zu.
Elf Workshops haben im Jahr 2010 stattgefunden, in denen die Akteure der frühkindlichen Bildung an Kriterien gearbeitet haben, welche die Qualität der Vorschulbildung beschreiben. Diese Kriterien liegen nun vor und wurden den Kita-Vertretern am Montag überreicht. In einer zweiten Phase wird es jetzt darum gehen, gemeinsam mit jeder einzelnen Kindertageseinrichtung konkrete Zielvereinbarungen zu schließen. Es sei entscheidend bei dem Prozess, so Rabe-Kleberg, dass es keine Kriterien von oben gibt, nichts Verordnetes „Die Kitas selbst legen fest, was sie erreichen möchten und lassen sich daran messen“, so die Wissenschaftlerin. Was es auf keinen Fall geben wird, betont sie, ist ein Ranking. „Wir wollen keine Einrichtung bloß stellen.“ Was gut und weniger gut läuft, wird mit den Kitas ganz individuell besprochen.
Hintergrund Die Stadt Aschersleben arbeitet seit vielen Jahren an einem herausragenden Bildungsangebot. Das Ziel, eine hohe Qualität der Bildung zu gewährleisten, ist zentraler Teil des Leitbildes der Stadt. Trägervielfalt in den Kindertagesstätten und Grundschulen, das Bildungszentrum Bestehornpark mit einer freien Sekundarschule und der Kreativwerkstatt, die städtische Boettgerstiftung und der Bildungspreis sind einige Beispiele für diese Entwicklung. Mit dem Projekt „Schaffung von Qualitätsstandards in Kindertageseinrichtungen in Aschersleben“ beginnt der Prozess der Qualitätsentwicklung „von Anfang an“ – ausgehend von den Bildungseinrichtungen für Kinder – und weitet sich perspektivisch auf andere Institutionen wie zum Beispiel Schule aus bzw. verbindet diese miteinander. „Wir haben uns entschlossen an der Basis zu beginnen und die Entwicklung von Qualitätsstandards in den Kindertageseinrichtungen konkret anzugehen“, erklärt Steffen Schütze, Amtsleiter für Bildung Vor dem Hintergrund eines umfassenden kommunalen Bildungsnetzwerks beteiligen sich 19 Krippen, Kindergärten und Horte und damit nahezu alle Trägerorganisationen in Aschersleben (gesamt: 24). Die Beteiligten haben selbst spezifische Kriterien zur Beschreibung von Qualität im jeweiligen Aufgaben- und Verantwortungsbereich entwickelt, die die Grundlage für die weitere Arbeit der Einrichtungen darstellen. |

